Altar

Kirche und Tradition

Prozessionen und Messgestaltungen als Ritual im Jahresablauf

Die typischen Tage für eine Prozession sind in Eppan und Kaltern der Sonntag zu Fronleichnam, Bittprozessionen in Kaltern im Frühjahr und im September, jene zu Allerheiligen und eine zu Erntedank. Am Herz Jesu Sonntag finden nur in Bergdörfern die bekannten Prozessionen durch Wiesen und Felder statt.

Sehr schön gestaltet und auch sehr gut besucht sind die Prozessionen zu Fronleichnam und zu Erntedank. An diesen Tagen werden Fahnen und Statuen mitgetragen. Musikkapellen und Chöre tragen zur musikalischen Gestaltung der gemeinsamen besinnlichen Wanderung bei. Außerdem schmücken Vereine wie z.B. die Schützen oder die Feuerwehr mit ihren Trachten den Menschenzug. Kinder im Erstkommuniongewand streuen an Fronleichnam Blumenblätter auf den Boden.
Zu Erntedank begleiten geschmückte Pferde die Dorfgemeinschaft.

Diese Prozessionen haben ihren Ursprung in tiefreligiöser Gesinnung.
Zu Ehren des Heilands (und nicht um jemanden zu gefallen) kommt jeder im Festtagsgewand. Jedes Dorf hat seine eigenen Statuen und Fahnen, seinen eigenen Plan, wie alles verlaufen soll.

Auffällig sind die riesigen und farbigen, von starken jungen Männern getragenen Kirchenfahnen, die im Wind wehen und mittels zweier an der oberen Stange befestigter und von einem Helfer gezogenen Schnüre gegen den Wind gesichert werden.

Vor allem zu Fronleichnam werden auch die Häuser, an denen die Prozession vorbeikommt, mit Blumen, Tannenzweigen und Heiligenbildern geschmückt.

Dass die Kirche an diesen Tagen in ihrem festlichsten Gewand erscheint, ist eh klar.

In Eppan findet in jeder Fraktion jeweils eine eigene Prozession statt.


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