Früher kamen Hirtenjungen immer wieder in die Nähe der Burgruine Hocheppan. Die Neugier trieb sie zur Ruine hin. Hier trafen sie auf eine alte Eisentür, die sie mit aller Kraft auch öffneten. Dann bestiegen sie den dunklen Gang dahinter. Nach einer Weile stießen sie auf eine zweite Tür, die sie ebenfalls mit aller Kraft aufbrachten. Ein großes Gewölbe lag nun vor ihnen. Der Wand entlang entdeckten sie darin ein goldenes Kegelspiel.
Wie freuten sich die Jungen und begannen sofort damit zu spielen.
Da krachten die Mauern, es klang, als wollte alles zusammenstürzen, der Boden zitterte und die Kinder erschraken sehr heftig. Sofort versuchten sie den Ausgang zu erreichen.
Es war aber schon spät, die Abendglocken in St. Pauls hatten schon geläutet. Darum konnten sie den Ausgang nicht mehr finden.
Wenn die Buben aber das Kegelspiel mitgenommen hätten, wären sie sofort zum Ausgang gekommen. Sie hatten es im Schreck aber fallen gelassen und mussten so bis zum nächsten Tag beim Betläuten in diesem Gang bleiben. Dann öffenten sich die Türen wieder und die Hirtenbüblein konnten ins Freie.
Das Kegelspiel aber blieb ab da verschwunden.
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