Eigentlich ist das Eppaner Gebiet ein Talbodenrest aus alten Zeiten. Die letzte Zwischeneiszeit hat eine Erosion der Etsch und somit eine Talbildung mit sich gebracht. Eppans Umgebung jedoch wurde dabei nicht verändert, also sind hier geologische Spuren aus der Vergangenheit zu finden.
Der Schotter der Etsch wird von Eppan bis zum Kalterer See in Kiesgruben aufgearbeitet.
Eine Gletscherzunge bedeckte während der vergangenen Eiszeit Eppan und Kaltern. Findlinge aus Porphyr, Glimmerschiefer und Tonalit, Gletscherschliffe und Moränenablagerungen gelten als eindeutige Zeugen dieser Zeit.
“Flinz” nennen die Bewohner der Gemeinde die schluffreichen Ablagerungen in der näheren Umgebung von St. Pauls, Unterrain und Missian. Sie prägen die Landschaft. Das Warthtal z.B. (im Bild Schloss Warth oberhalb des Tales) weist solch feinen Sand auf. Dieser ist homogen und gilt als Sediment eines Sees vor 12.000 Jahren. Er hatte sich am Rande eines zurückweichenden Etschgletschers gebildet.
In der Eppaner Gand z.B.entwickelte sich aus einem Porphyrbergsturz die bekannten Eislöcher. Der Bergsturz wurde durch die Abtragung durch den Eiszeitgletscher und/oder durch die Etscherosion in der Zwischeneiszeit bewirkt.