Gleifkirche

Kirchen und Kapellen

Jedes Dorf hat seine eigene Kirche und meist bildet dieser Bau das Zentrum des Dorfes

Im Überetsch finden Sie zahlreiche Kirchen und Kapellen, die einen Besuch wert sind, teilweise auch antike Malereien oder Gegenstände enthalten. Die Baustile sind verschieden und reichen von Romanisch über Barock bis hin zur Spätgotik.


Hier eine kleine Auswahl für Sie:

* Gleifkirche
> Oberhalb von St. Michael, am Ende des Kalvarienberges.
Die Kirche ist der schmerzhaften Muttergottes geweiht
Sie wurde um 1716 errichtet. Die Gestaltung der Stationen nahm einige Zeit in Anspruch. Noch im 19. Jahrhundert mussten Figuren angefertigt werden.
Als Grabkirche bildet die Gleifkirche den Abschluss der Leidensstationen Christi. Zwei Kuppeltürmchen an der Fassade verleihen der hübschen, in der Renaissance errichteten Kapelle eine beeindruckende Ausstrahlung. Die Gleifkirche ist mit Kreuzgratgewölbe, Stuckverzierungen und vielem mehr ausgestattet.
Der Ausblick von diesem Ort auf Eppan ist nicht ohne Grund sehr beliebt, zudem bildet das liebevoll ausgestattete Kirchlein eine interessante Ergänzung dazu.
Wandern Sie doch einmal den Kalvarienberg hoch. Es zahlt sich aus

* Maria Rast Kirchlein
> in St. Michael
Das Wallfahrtskirchlein Maria Rast steht etwas außerhalb des Dorfkern.
Der Entwurf von Josef Vonstadl (Architekt der Diözese) im Jahre 1874 wurde angenommen und bald danach im Bau umgesetzt.
Der Stil ist eindeutig neoromanisch. Glockenmauer an der Fassade, ein Kreuzgratgewölbe, Rundbogenfenster, Kreuzwegstationen in Mosaik von Robert Scherer sind im Kirchhof zu finden.
Der neoromanische Stil ist klar erkennbar. Die Glockenmauer an der Fassade, das Kreuzgratgewölbe, die Rundbogenfenster und einige weitere beachtenswerten Merkmale bieten dem Geschichtsliebhaber so manches "Schmankerl". Im Kirchhof finden aufmerksame Beobachter Kreuzwegstationen des einheimischen Künstlers Robert Scherer in Mosaik.

* Pfarrkirche Pauli Bekehrung
> in St. Pauls
Klar und mächtig dominiert die Pfarrkirche das historische Dorfzentrum von St. Pauls
Nach der Pfarrgründung Eppans um 1147 war der Ort die reichste Gemeinde Südtirols, deren Sitz in St. Pauls war. Die Anwohner waren so reich, dass Sie eine ihnen angepasste Kirche errichten wollten und - wie man sieht - dies auch taten.
1921 wurde die Gemeinde neu unterteilt. Der Hauptort der Gemeinde - St. Michael/Eppan - wurde mit Montiggl, Gand, Pigeno und der südlichen Hälfte von Eppan/Berg zur neuen Pfarre St. Michael ernannt.
Aufgrund der reichlichen finanziellen Möglichkeiten begann man in St.Pauls 1484 mit dem Bau einer besonders schönen Kirche. Die Ausmaße des Unterfangens waren umfangreich, es dauerte darum auch bis 1533, bis die Kirche fertig war.
Wohlgemerkt: nur die Kirche!
Der Turm, 86 m hoch, erlebte im Rahmen der Bauarbeiten seine eigene Geschichte. Vom späten 15. Jahrhundert bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts dauerte sein Aufbau. Aus diesem Grunde vereint er auch zwei Baustile: Während der Unter - und Mittelteil im gotischen Stil gehalten sind, bildet sich der Abschluss mit der weithin sichtbaren Zwiebelkuppel auf barocke Art. In seinem Inneren befinden sich neun Glocken, die schwerste davon wiegt 5 Tonnen und tönt im tiefen A. Ihr angenehm voluminöser Klang erinnert uns an die Tatsache, dass dieses "Instrument Gottes" das zweitgrößte im Lande ist.
Eine Sonnenuhr aus dem Jahre 1718, Funeraldenkmäler der Adeligen Firmian, Khuen, Thun, Reste spätgotischer Seccomalereien...Es gibt sehr viel zu sehen an diesem Ort! Noch etwas: Die Kirche von St. Pauls ist die einzige Kirche weit und breit, die nur dem Hl. Paulus geweiht ist. Das ist gar nicht so selbstverständlich, da Paulus immer im Zusammenhang mit dem Hl. Petrus genannt wir

* Mariengartenkirche
> in St. Pauls

* St. Josef Pfarrkirche
> in Frangart

* St. Nikolaus Kirche
> in Unterrain
Sie liegt gegenüber dem Ansitz Hungerhausen, gleich neben der Straße.
In der Zeit der Spätgotik wurde die Kirche erbaut, im 17. Jahrhundert entstand der Turm. Wandmalereien und Reliefs verschiedener Heiliger sind hier zu sehen, manche Bauelemente wie z.B. der Flügelaltar wurden erst nachträglich hinzugefügt
Um 1512 wurde die Kirche geweiht. St. Nikolaus als Weg- und Handelspatron passt sehr gut zum Standort des Gebäudes, denn in Unterrain gab es damals eine Zollstelle.

* Nothelferkapelle
> in Gaid
Hoch über dem Etschtal, in Gaid ober Eppan/Berg liegt die Nothelferkapelle.
Für die Zeit der Sommerfrische lies ein Neureicher diese Kapelle errichten. Manchmal wurde ein Priester eingeladen, um die Hl. Messe zu lesen.
Um 1634 wurde der Bau erneuert. Die einfachen, viereckigen Fenster sind steingerahmt, der Altar aus der Mitte des 17. Jahrhunderts ist, wie es der Name schon verrät, mit dem Bild der vierzehn Nothelfer geschmückt. Auch eine Darstellung der Familie Franzin von Zinnenberg, die die Renovierung veranlasste, ist zu sehen.
Sie könnten den Besuch des Kirchleins mit einer Wanderung verbinden.

* Kirche zu den Hl. Drei Königen
> in Montiggl
Sie liegt im Zentrum von Montiggl, eine Fraktion in Eppan. Eine spätgotische Kapelle (1470) mit Kreuzrippengewölbe. Nördlich befindet sich der Turm mit niedrigem Pyramidendach aus dem Jahre 1518. 1505 wurde die Glocke gegossen. Frühbarock und Renaissance prägen den gesamten Baustil, der Altar stammt aus der Zeit des Barock.

* St. Peter-Basilika
> in Altenburg
Die dreischiffige Basilika ist über den Friedensweg in Kaltern, am Ende eines wunderschönen Wanderweges, erreichbar. Sie stammt aus der Zeit der Christianisierung im 4. Jahrhundert und weist auf ihren verbliebenen Wänden noch Fresken aus dem 13. Jahrhundert auf. Neben dem Kirchlein erkennt man eine in den Felsen gemeiselte Vertiefung, die dem Erichter der Kirche, dem Hl. Vigilius, entweder als Ruhe- oder als Opferstätte diente.
Etwas hinter der Kirche findet man 10 schalenförmige Vertiefungen, die aus der Zeit von 3000 vor Christus stammen. Sie dienten entweder als Beleuchtung oder als Mühlen für Getreide.
Die St. Peter Basilika ist ganz nah am Aussichtspunkt neben der Kirche in Altenburg über eine Leiter oder über einen längeren, sehr interessant gestalteten Weg (Friedensweg) von Kaltern aus erreichbar.


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